Teilzeitpoetin | Willkommen in der Zwickmühle
"Mon Coeur" hat eine Möglichkeit geschaffen, Herzensmenschen ein besonderes Geschenk zu machen und gleichzeitig Gutes zu tun. Während man so der Mami, der besten Freundin oder einem anderen "partner in crime" eine Freude macht, unterstützt man gleichzeitig ein Projekt, das die Welt ein bisschen schöner macht.
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Willkommen in der Zwickmühle

Kurz vor Weihnachten beschäftigen sich viele von uns wieder mit den ganz großen Themen: Solidarität, Gemeinschaft, Zusammenhalt und Liebe vermischen sich, rückblickend auf das Jahr 2016, zu einem großen emotionalen und moralischen Potpourri. Der alte Mann, vermutlich aus Afghanistan oder dem Irak, der zwar schon das ganze Jahr über auf einer zerrissenen Decke am U-Bahnhof saß, bekommt einen Euro zugesteckt, während Hannah, das Kind der Nachbarn, bei dem Schulprojekt “Weihnachten im Schuhkarton” mitmachen darf und alte Spielsachen in ihren Rucksack quetscht. Man selbst schiebt derweil das zweite Backblech voller Schokokekse in den Ofen und spendet noch schnell 25 Euro für die Rettung der Wale. Oder Delfine. Hauptsache, man fühlt sich in unmittelbarer Sichtweite der Feiertage nicht so schuldig, weil man sich nicht zwischen Enten- und Gänsebraten entscheiden kann. Ein Ringkampf mit dem Gefühl, doch auch etwas zurückgeben zu müssen.

Gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, begegne ich immer öfter Menschen, die ihr Verhalten überdenken. Die sich vornehmen, im nächsten Jahr genauer hinsehen zu wollen. Die vorhaben, sich längfristig und gezielter zu engagieren. Eine Freundin sagte mir neulich, dass sie sich, so kurz vor Weihnachten, kaum mehr ohne Kopfhörer auf die Einkaufsstraßen Wiens traut: “An jeder zweiten Ecke steht jemand mit einer neonfarbenen Windjacke und will, dass ich ellenlange Paragraphen unterschreibe. Nebenbei werden mir laminierte Bilder des jeweiligen Projekts in einem ausgeleierten Katalog gezeigt. Wenn sie dann nach meiner Bankverbindung fragen und schon vorab ein Kreuzchen bei “Einmalzahlung 120 Euro jährlich” gemacht haben, mit den Worten: “120 Euro kann ja nun wirklich jeder im Jahr, oder?”, bin ich überfordert, und ehrlich gesagt, auch abgeschreckt, was das Thema Spenden angeht.”

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

 

Erich Kästner hatte mit seinem Satz über Moral einfach recht. Helfen wollen, ohne dabei seine eigenen monetären Kapazitäten zu überschreiten, wichtige Projekte unterstützen und sich dadurch für sein eigenes privilegiertes Leben zu bedanken: diese Überlegungen waren auch für Marie Christen und Florian Jung ausschlaggebend, als sie im Jahr 2005 gemeinsam zum ersten Mal nach Afrika reisten und dort, konfrontiert mit großer Armut, beschlossen, etwas zu verändern. Zu Beginn verkaufte Marie selbst hergestellte Armbänder. Versehen mit dem Schriftzug “Mon Coeur” sollten sie durch den Verkaufserlös einen gemeinsam mit einem Freund aus Mosambik errichteten Kindergarten erhalten. Das Armband zog weite Kreise und wird heute hauptsächlich über den Onlineshop vertrieben. Im Jahr 2007 stieß auch Freundin Kathrin Mielke hinzu und gemeinsam ließen sie “Mon Coeur” zu einem eingetragenen Verein werden, der den Alltag afrikanischer Kinder und ihrer Familien durch Bildung ein Stück besser machen soll.

Marie Christen, Kathrin Mielke und Florian Jung in Kapstadt.

Marie Christen, Kathrin Mielke und Florian Jung in Kapstadt.

 

Ein Band für Bildung

 

Der Verkauf der Armbänder, deren Materialkosten über den Verkauf der for-profit Produkte finanziert werden, ergibt einen Erlös von 10 Euro. Hiervon geht 1 Euro direkt in die Townships von Kapstadt, wo die Armbänder von dort lebenden Familien hergestellt werden und 1 Euro an Flüchtlinge in Hamburg. Seit einem Jahr beschäftigt “Mon Coeur” nun nämlich auch zwei Festangestellte, die vor fünf Jahren als Flüchtlinge in Hamburg ankamen. Über ein Praktikum bei dem Verein haben die Beiden eine Arbeitserlaubnis für Deutschland bekommen und sind neben dem Verdienst aus ihrer Beschäftigung auch versichert. Das restliche Geld kommt den Kindern zugute und fließt in Schulgeld, eine Schuluniform und warme Mahlzeiten. Vierteljährlich können durch die Einnahmen der verkauften Armbänder Schulgelder für über 260 Kinder gespendet werden. Du hast davon noch nichts gehört? Kein Wunder, “Mon Coeur” verzichtet auf teure Printwerbung in Magazinen oder Zeitschriften und baut neben der virtuellen Präsenz lieber auf zwischenmenschlichen Kontakt und persönliche Gespräche. Anzutreffen sind Marie, Florian und Kathrin daher oft gemeinsam auf Festivals oder kleineren Märkten. Dort verkaufen sie die schönen Perlenarmbänder, allerhand andere Kleinigkeiten und informieren über ihren Verein und die damit umgesetzten Projekte.

Das Mon Coeur Team informiert gern persönlich.

Das Mon Coeur Team informiert gern persönlich.

 

Liebe wächst, wenn du sie teilst

 

Die Drei haben durch ihre Initiative eine Möglichkeit geschaffen, Herzensmenschen ein besonderes Geschenk zu machen und gleichzeitig Gutes zu tun. Während man so der Mami, der besten Freundin oder einem anderen “partner in crime” eine Freude macht, unterstützt man gleichzeitig ein Projekt, das die Welt ein bisschen schöner macht.

Das Mon Coeur Armband als Band für Bildung.

Das Mon Coeur Armband als Band für Bildung.

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